Nach der Eröffnungszeremonie und der ersten öffentlichen Präsentation unserer Projekte machten wir am Abend die Straßen von Macao unsicher.

Am zweiten Tag fand die Eröffnungszeremonie statt. Sie startete um 10 Uhr in der Sporthalle der Universität. Wir mussten bereits eine Stunde früher da sein und uns auf unseren Plätzen einfinden. Also blieb etwas Zeit, um das norwegische Team kennenzulernen, das hinter uns saß. Den Anfang des Programms bildeten zwei Tanzgruppen, die noch vor dem eigentlichen Start auftraten und u.a. Akrobatik zum Besten gaben.

Tanzchoreographie zur Eröffnungszeremonie: Kinder im Grundschulalter beeindrucken mit artistischen Leistungen.

Nach ihnen wurden die Gäste und Sponsoren begrüßt und einige Reden gehalten. Zum Abschluss durften je zwei Mitglieder aus jedem Team mit einem selbst gestalteten Plakat auf die Bühne rennen, einen kurzen Slogan sprechen und sich für ein Gruppenfoto aufstellen, sodass insgesamt 56 Regionen und Länder auf der Bühne vertreten waren. Manche trugen dabei ihre traditionelle Tracht.

Zur Eröffnungszeremonie präsentierte jedes Land und jede Region Chinas sein selbst gestaltetes Plakat und einen erdachten Slogan.

 

Leider durften während der Eröffnungszeremonie nur zwei Leute aus unserem Team auf die Bühne.

 

Die Poster der Eröffnungszeremonie wurden später in der Ausstellungshalle aufgehängt.

Danach ging es in die Unterkunft zurück zum Mittag. Wir nutzten die Pause, um Macao Dollar abzuheben, denn ohne diese ist es nicht möglich, den öffentlichen Nahverkehr zu benutzen. Doch dazu später. Vorerst war am Nachmittag die Ausstellungshalle für die Öffentlichkeit zugänglich. Nur wenige blieben an unseren Ständen stehen und oft war die Verständigung auf Englisch schwierig. Dafür machten die Besucher umso mehr Fotos von uns und unseren Projekten. Um die 3 Stunden etwas kurzweiliger zu gestalten, versuchte ich, die Teilnehmer in meiner unmittelbaren Nähe kennenzulernen. Die Ideen sind teilweise großartig und es ist schade, dass man den Großteil der Plakate nicht lesen kann, weil diese auf Chinesisch sind.

Ein Mädchen aus der Provinz Guangxi in ihrer Tracht.

Das Programm sah noch eine kurze Informationsveranstaltung während des Abendessens vor. Uns wurde die Universität vorgestellt, die mit 10 000 Studenten für chinesische Verhältnisse klein ist, und das korrekte Verhalten auf dem Gelände erläutert.

Am Abend hatten wir das erste Mal länger Freizeit und das große Glück, u.a. Alyssa als Betreuerin für unser Team zu haben. Nun kamen die Macao Dollar zum Einsatz: Mit ihnen und dem Bus gelangten wir in den Stadtteil Taipa. Dort zeigte uns Alyssa eine kleine Straße, die vor Andenkenläden überquoll. Andenken bedeutet in China zugleich Spezialitäten der Region, sodass wir uns einmal durch typische Süßigkeiten und Wurstwaren von Macao probierten. Küche und Architektur stellen dabei eine interessante Mischung aus chinesischen und portugiesischen Einflüssen dar. Wir liefen weiter in die „City of Dreams“, einen Stadtteil, der vor allem amerikanisch beeinflusst ist – das Las Vegas Chinas. Hier wurden in den letzten zehn Jahren unzählige, riesige Hotels auf eine künstliche Insel gebaut. Von Venedig aus spazierten wir durch Paris und gelangten schnell nach Hollywood. Was wir sahen ist unglaublich, weshalb ich im Wesentlichen die Bilder für sich sprechen lassen möchte. Gegen elf Uhr waren wir schließlich zurück und fielen todmüde ins Bett.

 

In dieser Straße kann man viele Andenken erwerben…

…und sich durch kulinarische Spezialitäten probieren.

 

Im Venetian sind die Straßenzüge des italienischen Originals täuschend echt nachgestellt. Hier kann man nicht nur bis zum Umfallen unter „freiem Himmel“ shoppen, sondern auch Boot fahren oder dem Glücksspiel fröhnen.

 

Das Venetian erinnert mit seinen Deckengemälden eher an einen Dom als an ein Hotel. Den Anblick verdanken wir unserer Volunteer Alyssa, die uns in die Stadt begleitete (zweite von rechts).

 

Zwar nicht das Original, aber ähnlich schön – der Eiffelturm vor dem Parisian.

 

Hotellobby des Parisian

 

Die Hotels Parisian (links) und Studio City (rechts), in dessen „Loch“ sich ein Riesenrad befindet.

 

Im Inneren des Studio Cities befinden sich neben Casino, Freizeitpark und Dinosauriern auch einige Aliens.

 

Alyssa versucht uns die chinesischen Schriftzeichen näher zu bringen. Das chinesische Symbol für „Nerd“ besteht aus dem Zeichen für Person und Baum (was für sich zusammen „eine Rast machen“ heißt), wobei dem Baum ein Rechteck aufgesetzt wird, da Nerds wie Bäume sind – oder so ähnlich…