"Der Flash Shade- richtungsabhängige Verdunklungstechnik" Adrien Jathe
"Nachweis einer Korrelation zwischen Krankheiten und EKGs mittels maschinellen Lernens" Max Philipp, Niklas Degel und Olexiy Davydov

 

15. August 2018:
Am ersten Tag in China ging es für uns mit dem Bus zur Ausstellungshalle. Die Fahrt dauerte ungefähr 1 Stunde, aber wohlgemerkt gab es ungefähr 500 internationale Schüler, die alle im gleichen Hotel untergebracht wurden, sodass wir morgens in einer Buskolonne von ungefähr 12 Bussen zur Halle fuhren. Dort angekommen, bauten wir unsere Stände auf, wobei jeder Stand ungefähr so groß war wie die Hälfte eines Jugend forscht Bundeswettbewerbstandes.

    

 

16. August 2018:
Am zweiten Tag in China fand die Opening Ceremony statt, bei der ein oder zwei Vertreter von jedem Land/Provinz in China sich mit einem Begrüßungsausruf vorstellte. Dazu hielt man auch ein A2-Schild hoch, das am Tag vorher repräsentativ für sein Land frei gestaltet wurde. Dieses Jahr ist das Deutschlandposter dank Olexiy echt cool geworden. Niklas und ich durften es anschließend präsentieren. Nach der Opening Ceremony strömten wir alle zu unseren Ständen, wo wir anschließend unsere Projekte den VIP vorstellten. Zwar konnte ich vereinzelnd hier und da ein paar grundlegende Resultate meines Projektes auf Chinesisch erklären, jedoch kam ich so wie die meisten anderen internationalen Teams am besten mit Englisch zurecht. Unter den VIP war auch der chinesische Minister für Naturwissenschaften und Technologie, Herr Professor Dr. Wang Gang. Ich hatte sogar das Glück gehabt, dass er bei seinem Rundgang auch bei mir vorbeischaute und überraschenderweise begrüßte er mich auf Deutsch und forderte mich auf, ihm mein Projekt auf Deutsch zu erklären. Klar, gesagt getan!

   

 

17. August 2018:
Am Tag darauf waren die Jury-Gespräche, die unpraktischerweise über den ganzen Tag verteilt waren. So blieb uns deshalb nichts anderes übrig, als den ganzen Tag am Stand sitzen zu bleiben. Folglich tauschten wir uns ausführlich mit unseren Standnachbarn aus. Meine Nachbarn waren ein Projekt aus England und ein Projekt aus Österreich. Anders wie beim Bundeswettbewerb gab es ungefähr 6 Juroren und 3 Sonderjuroren, die ungefähr alle 20 Minuten einzeln bei einem am Stand eintrafen. Bei der Projektpräsentation wurde hauptsächlich auf Englisch gesprochen, wobei gelegentlich auch die Hilfe von den Dolmetschern gebraucht wurde. Jedes Jurygespräch konnte eigentlich nach Belieben in die Länge gezogen werden. Nur mein Fazit ist, dass man sein Projekt eher kurz und knapp präsentieren sollte, da sonst die Aufmerksamkeit der Juroren, die sowieso schon stark strapaziert war, komplett verloren geht.

   

 

 

18. August 2018:
Der Vormittag des darauffolgenden Tages war hauptsächlich der Vorstellung unserer Projekte vor der Öffentlichkeit gewidmet, wobei die Sprachbarriere ein größeres Problem darstellte als zuvor, so waren wir fast die ganze Zeit auf die Hilfe von den Dolmetschern angewiesen. Ansonsten ähnelte es einer normalen Session für die Öffentlichkeit während eines Jugend forscht Wettbewerbes. Reden, Erklären, Lächeln… Umso mehr freuten wir uns, als wir nach dem Mittagsbuffet zu einer der Sehenswürdigkeit gefahren wurden. Es war eine alte Stadt, die aus vielen alten traditionellen chinesischen Häusern bestand. Leider war die Hitze in der Mittagszeit unerträglich geworden. Anschließend kehrten wir zum Hotel zurück, um uns für die Sonderpreisverleihungen schick zu machen. An diesem Abend wurden beide Projekte der deutschen Teams mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.

   

 

19. August 2018:

   

Am folgenden Tag wurden wir zu einer Roboterfabrik gefahren und dort durch eine Ausstellung geführt. Hier lernten wir einige interessante technologische Fortschritte im Bereich Robotik kennen und konnten zum Teil auch technologische Gadgets ausprobieren. Bei den meisten Teilnehmern stand jedoch die Preisverleihung am Nachmittag im Vordergrund. Nachdem wir uns also für die endgültige Schlusszeremonie und Preisverleihung in Schale geworfen hatten, wurden wir abermals in der langen Buskolone zur Location gefahren. Uns erwartete eine Riesenshow mit vielen Bühnenaufführungen und lauter Musik. Nachdem alle nationalen Preise vergeben wurden, kamen die internationalen Preise dran. Zu unserer Freude wurden beide deutschen Projekte mit dem 1. Platz ausgezeichnet. Wie ich finde, ist dies ein perfekter Erfolg für unser deutsches Team.

 

 

20. August 2018:
Am letzten Tag ging es für uns schon in aller Frühe um 5:00 Uhr los. Da wir uns die Nacht zum Feiern gegönnt hatten, schliefen wir die meiste Zeit während des Fluges.

 

 

Das Hotel, die Verpflegung und die Organisation waren zu jeder Zeit perfekt und obwohl ich nun schon mehrere Male in China war, hat mich dieses Event sehr positiv beeindruckt und es war eine einmalige Gelegenheit. Aus diesem Grund will ich mich sehr herzlich bei der Stiftung Jugend forscht e. V. sowie dem Preisstifter China Association for Science and Technology und der Ernst A. C. Lange-Stiftung bedanken.