Heute fing der Tag vergleichsweise spät an – Wir trafen uns gegen 08:00 Uhr in den heiligen Hallen der Intel ISEF zu den ISEF Commons. Dort stellten sich Partner aus den USA, wie das MIT, die Stanford University oder die NSA sowie das Imperial College London vor und präsentierten die vielfältigen Bildungs- und Karrieremöglichkeiten. Doch von viel größerem Interesse war ersteinmal das groß angekündigte Frühstück. Nachdem der anfängliche Ansturm den dort anwesenden Caterer massiv überforderte und zwischenzeitlich alle Hoffnung noch etwas Essbares zu ergattern verloren war, beruhigte sich die Situation nach einer guten halben Stunde, die sich wie eine halbe Unendlichkeit anfühlte und wir konnten uns auf Bagel und Obst stürzen. Anschließend hatten wir noch kurz Zeit, die Intel Quad zu besichtigen. Die Räume dort sind generell sehr dunkel gehalten und man könnte – eine entsprechende Lücke im doch sehr strammen Zeitplan vorausgesetzt – verschiedenen Aktivitäten nachgehen. Das wären beispielsweise das Steuern von Modelldrohnen, das Eintauchen in immersive Welten an den VR-Ständen oder auch Dance-Battles.

Gegen 09:30 Uhr durften wir dann wieder die Halle mit den Projektständen betreten, denn vorher war diese für die Projekte reserviert, denen eine letzte Chance gewährt wurde, ihren Stand den Regeln entsprechend zu gestalten und einer Disqualifizierung zu entgehen. Im Zeitraum von 09:30 – 11:00 Uhr stand „Press/Public Relations Time with Finalists“ an. In der Theorie sollten also in dieser Zeit spontane Interviews mit den Medien oder Besuche von Sponsoren, Ausstellern oder sonstigen VIPs stattfinden, weswegen Max, Noah und Robin auch in freudiger Erwartung ein wenig overdressed erschienen… In der Praxis fand mit dem deutschen Team exakt kein Interview statt!

Nachdem irgendwann nach 11:00 Uhr dann die enormen Schlangen vor dem Ausgang erfolgreich bezwungen worden waren (es finden Taschenkontrollen statt), fanden wir uns zu einer Lagebesprechung zusammen. Jedes Teammitglied hatte die Wahl, entweder mit in die Stadt zum shoppen zu fahren oder vor Ort zu bleiben und sich Vorträge anzuhören. Wir entschieden uns ausnahmslos für Ersteres und so machten wir eine kleine Stadtrundfahrt, um zu unserem Ziel zu gelangen.

Diese Stadtrundfahrt bestand zu großen Teilen aus dem Warten auf die nächste Metro oder den nächsten Bus, denn in den USA scheinen Aushangfahrpläne und Pünktlichkeit beim öffentlichen Nahverkehr gleichermaßen unbeliebt zu sein. Schlussendlich erreichten wir dann aber irgendwann unser Ziel: Den Scottsdale Fashion Square, das größte Einkaufszentrum Arizonas! Die meisten Delegationsmitglieder gingen erst shoppen, aßen dann noch etwas und trafen sich anschließend pünktlich am vereinbarten Treffpunkt – abgesehen von zwei besonderen Kandidaten, die es fertig brachten, sich noch irgendwo festzuquatschen und die vereinbarte Zeit um ein ausgiebiges akademisches Viertel zu verfehlen. Da wir die vereinbarte Zeit perfekt mit dem Bus koordiniert hatten, hieß es wieder: Warten in der brütenden Mittagshitze von Arizona!

Auf dem Rückweg von der Mall stiegen wir dann am Phoenix Chase Field aus, denn heute Abend waren wir zu einem Baseballspiel (Phoenix Diamondbacks vs. Pittsburgh Pirates) eingeladen! Obwohl die Blog-Autoren absolut nicht nachvollziehen können, was die Amerikaner an diesem Sport so begeistert, hatten wir viel Spaß und gutes Essen!

– Adrien und Robin