Auch in diesem Jahr durften sich einige der Teilnehmer des Bundeswettbewerbs von Jugend forscht wieder über einen ganz besonderen Preis freuen – einen Aufenthalt am Joint Research Centre der Europäischen Kommission, gelegen in Ispra am schönen Lago Maggiore in Italien. Spannende Tage voller Forschung, Networking und dem allseits bekannten La Dolce Vita, denn Sonne, See und italienisches Essen blieben natürlich nicht aus.

Nach der feierlichen Überreichung des Sonderpreises auf dem Bundeswettbewerb in Paderborn durch Frau Dr. Elke Anklam war die Vorfreude unter uns Gewinnern groß und wir waren froh als es dann endlich losging und wir uns am 6. Juli 2016 auf den Weg nach Ispra im Norden Italiens machen konnten .

Glückliche Sonderpreisgewinner zusammen mit Frau Dr. Anklam vom JRC

Glückliche Sonderpreisgewinner zusammen mit Frau Dr. Anklam vom JRC

Wir, das sind (von links) Steffen Ryll, Jan Rosenboom, Sven Jandura (nicht in Ispra anwesend), ich (Max Schwendemann), Fabian Schneider und Lukas Lao Beyer, sowie die zwei Gewinnerinnen anderer europäischer Wissenschaftswettbewerbe Katariina Kisand und Gabrielė Bumbulytė.

Nachdem wir uns am Mittwoch ein wenig kennengelernt und die Zimmer in unserem Hotel in Angera bezogen hatten, ging es am Donnerstagmorgen direkt zum Joint Research Centre der Europäischen Kommission, kurz JRC. Dort stellte nach einem freundlichen Empfang zunächst jeder auf Englisch sein Forschungsprojekt einem Teil der dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor. Im Anschluss an das Mittagessen erfolgte dann schließlich ein Rundgang über das riesige Gelände des JRCs, auf dem man neben einem nicht mehr betriebenen Forschungs-AKW und dutzenden größeren und kleineren Gebäuden so einiges zu entdecken vermag.

Als erstes ging es zum „European Interoperability Centre for Electric Vehicles and Smart Grids“, wo beispielsweise neue Elektroautos getestet werden. Und um diese Tests möglichst fehlerfrei durchzuführen wird da auch schon mal ein ganzer hallenartiger Raum in ein riesiges, elektroleitfähiges Gerüst gefasst und mit wellenabsorbierenden Platten ausgebaut.

Rundgang auf dem JRC-Gelände. Hier im Zentrum für Elektromobilität

Rundgang auf dem JRC-Gelände – hier im Zentrum für Elektromobilität

Danach lernten wir im „Water innovation Support Laboratory“ viel zum Thema „Kostbare Ressource Wasser“ und erfuhren im „European Laboratory for Structural Assessment“, wie mit Hilfe von immens hohen Stahlwänden und entsprechend starken Hydraulik-Pressen Baustrukturen auf ihre Erdbebenfestigkeit und sonstige Eignungen getestet werden.

Fabian und Max vor dem Besucherzentrum des JRC

Fabian und Max vor dem Visitorcentre des JRC

Nach diesem Tag voll an neuen Eindrücken und Bekanntschaften machten wir uns auf den Weg zurück nach Angera, wo wir abends in fröhlicher Runde zusammen mit Frau Dr. Elke Anklam in einem schönen italienischen Restaurant direkt am Lago Maggiore zu Abend aßen.

Nachdem wir am vorherigen Tag viel Neues gesehen und gelernt hatten, wurden wir am Freitag je nach Art des Projekts und Interesse verschiedenen Abteilungen und Forschern zugeteilt, denen wir am Morgen über die Schulter schauen durften. Ich erhielt dabei sehr zu meiner Freude Einblick in die Thematik des Next-Generation-Sequencings. Nach einem Mittagessen mit den Betreuern war es am Freitag Mittag auch schon wieder Zeit, sich von den überaus freundlichen Menschen am JRC zu verabschieden.

Doch damit war es für die meisten von uns noch nicht ganz zu Ende mit dem Urlaub – je nach Person ganz unterschiedlich wurde der Aufenthalt nämlich einfach um einige Tage verlängert, sodass einige von uns noch das nahe gelegene Mailand in Augenschein nahmen, das Rocca di Angera (Festung) besichtigten, ganz einfach im See badeten oder mit dem Boot den Lago Maggiore überquerten, um das benachbarte Arona zu besuchen. Rundum war es eine schöne Zeit, die wir nicht missen möchten.

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Rocca di Angera

 

Auf dem Rocca di Angera

Auf dem Rocca di Angera

 

Auf dem Rocca di Angera - Reise mit Weitblick

Auf dem Rocca di Angera – Reise mit Weitblick

 

Auf Entdeckungstour durch Milano

Auf Entdeckungstour durch das schöne Milano

 

Das Mailänder Wahrzeichen - der weiße "Duomo di Santa Maria Nascente"

Das Mailänder Wahrzeichen – der weiße „Duomo di Santa Maria Nascente“

 

Der Unicredit-Tower in Mailand

Der Unicredit-Tower in Mailand

Doch nach ein paar Tagen war es dann auch für die letzten soweit und es ging, nachdem die letzten Postkarten eingeworfen und Koffer gepackt waren, mit Bahn und Flugzeug zurück nach Hause.