Jedes deutsche Team, das am "EUCYS" teilnimmt, bekommt von der DFG eine Mentorin oder einen Mentor an die Hand. Es wird dabei darauf geachtet, dass die Projekte der Teilnehmer mit dem Arbeitsgebiet der jeweiligen Mentorin oder des jeweiligen Mentors zusammen passen.

Nach einigen E-Mails und einer sehr kurzfristigen Hotelbuchung, die aber trotz der Reit-EM noch erfolgreich war, fuhr ich zusammen mit Larissa und Levin und unserem Betreuungslehrer nach Aachen. Ausnahmsweise hatte die Bahn keine Verspätung und wir kamen gegen Mittag an der RWTH Aachen an.

Nachdem wir uns in der Mensa gestärkt hatten, trafen wir unsere Mentorin Frau Prof. Dr. Palkovits, die den Lehrstuhl für Heterogene Katalyse und Technische Chemie leitet. Zusammen mit zwei Doktoranden trafen wir uns in ihrem Büro, wo sich jeder vorstellte. Ich fand diese kleine Vorstellungsrunde sehr interessant, da man einen genaueren Einblick erhielt, wie eine Wissenschaftlerlaufbahn ablaufen kann bzw. wie sie beginnen kann.

Anschließend hielten wir unsere Präsentation für den EUCYS vor dem Arbeitskreis von Frau Prof. Dr. Palkovits, zu der erstaunlich viele gekommen sind. Natürlich präsentierten wir auf Englisch, das wir trotz unserer bescheidenen Englischkenntnisse ganz gut hinbekommen haben. Am Ende erhielten wir noch ein sehr hilfreiches Feedback mit guten Verbesserungsvorschlägen, die wir auf der Zugfahrt nach Hause gleich umsetzten.

Nach einem weiteren Einblick in die Arbeiten der Doktoranden erkundeten wir am Abend die Stadt noch ein weinig. Aufgrund der Reit-EM waren in Aachen mehrere Bühnen aufgebaut und es war einiges los. Leider wollte das Wetter nicht so ganz mitspielen,  so dass wir gut gesättigt und müde nicht all zu spät zum schlafen kamen.

Einigermaßen ausgeschlafen hörten wir uns am nächsten Tag den Vortrag einer Gastprofessorin an und stellten mit Erleichterung fest, dass es durchaus noch mehr Menschen auf der Welt gibt, die kein perfektes Englisch sprechen ;)

Bei der Fortsetzung unserer Uni-Erkundung besichtigten wir das Technikum, das mich sehr beeindruckte. Hier findet man sogar Druckkammern für Versuche, bei denen man mit extremem Druck arbeitet. Außerdem findet man hier auch sechs Meter hohe Versuchsapparaturen. Halt alles ein paar Nummern größer als bei uns an der Schule und natürlich auch besser ausgestattet. ;)

Bevor wir uns schon wieder verabschieden mussten, sprachen wir nochmals mit unserer Mentorin und einer Doktorandin unser Plakat durch. Die Schwierigkeit bei der Gestaltung liegt darin, unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse so darzustellen, dass auf den ersten Blick auch jemand, der sich nicht mit Naturwissenschaften beschäftigt, das Ergebnis unseres Projektes versteht.

Nun gilt es sich noch bestmöglich auf seinen Vortrag vorzubereiten, um im Ernstfall die Juroren von seinem Projekt zu überzeugen!