Nobel Lectures, Naturkunde-Museum und Etiquette-Dinner

Der Freitag begann wieder spannend mit den Nobel Lectures in Physik und Chemie. Dort stellen die Nobelpreisträger ihre Errungenschaften in ihren Fachbereichen einem großen Publikum vor. Da die Physiker ein wenig überzogen (was mir eigentlich ganz recht war), hatten wir leider nicht mehr genug Zeit, die kompletten Chemie-Vorlesungen anzuhören. Auch für eine weitere spannende Vorlesung im Bereich Wirtschaft, die nachmittags stattfinden sollte, war leider keine Zeit mehr.

Als zweiter Tagespunkt stand ein Besuch des Karolinska Instituts an. Dort bekamen wir einen Vortrag über Diabetes mit anschließender Laborführung.

Danach fuhren wir mit dem Bus zum Naturkunde-Museum Stockholms. Dort hatten wir drei Stunden Zeit, die riesigen Ausstellungen über prähistorische Tierwesen, den Körper und andere Naturphänomene zu bestaunen. Als man jedoch nach zwei Stunden eine Couch fand, gab es kein Halten mehr und man entschied sich für ein Nickerchen. Jedoch war es mir wieder zu laut, sodass ich noch ein wenig das Museum erkundete.

Am Abend stand das Etiquette-Dinner auf dem Plan. Dieses Abendessen stellte die Generalprobe vor dem eigentlichen Nobel-Bankett dar, denn wir lernten verschiedenste Regeln, welche man während eines solch formalen Dinners einhalten sollte. Hier seien zum Beispiel die Handhabung von Besteck oder das Verhalten nach einer kurzen Rede mit Prosten genannt. Im Anschluss gab es noch einen kurzen Tanzkurs, bei dem alle Teilnehmer den Wiener Walzer sowie den schwedischen Tanz „Bugg“ erlernten. Vor allem Bugg machte mir sehr viel Spaß, da es sich um einen sehr dynamischen Tanz handelt.

Vor dem Schlafengehen gab es noch den Programmpunkt „Suit up“, bei dem jeder Teilnehmer sein Outfit für die Verleihung anziehen sollte, um es vom Organisationsteam begutachten zu lassen. Hier bekam ich dann auch die Gewissheit, dass der Frackverleih doch vertrauenswürdig war. Alles passte perfekt und man konnte beruhigt schlafen gehen.