Tag 3:
Samstag, 19. September

Heute ging es direkt mit der ersten Juryrunde los. Lukas hatte eine sehr interessierte Jury, die gute Kenntnisse in seinem Fachgebiet aufwies. Wir hatten leider das Pech, dass die Juroren keine Chemiker waren und so teilweise Ethen mit Methan verwechselt wurde. In den Zeiten zwischen den Juroren haben wir uns andere Projekte angeschaut, Tischkicker gespielt oder eifrig Türmchen gebaut.

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Kunst von Anselm und mir

Als Abendprogramm stand Bergamo auf dem Plan. Mit der üblichen Verspätung von 30 min kamen wir dort mit dem Bus an der Accademia Carrara Art Gallery an. Ich war wirklich beeindruckt von den Bildern, die aus den verschiedensten Jahrhunderten stammten. Leider war es nicht möglich sich das ein oder andere Bild  genauer anzuschauen, da wir mit Überschallgeschwindigkeit durch die Ausstellungsräume rasten.

Im Teatro Sociale erwartete uns anschließend ein physikalischer Vortrag, der von einem wunderbaren roten Faden durchzogen war und einige so beeindruckte, dass sie sogar von dessen Inhalten träumten. Nun war es Zeit sich aufzumachen und die Busse zu suchen. Das deutsche Team -organisiert wie es sich gehört – wusste gleich in welchen Bus es einsteigen muss. ( Wir hatten unsere Rucksäcke im Bus gelassen und mussten deswegen wieder in den selben Bus einsteigen. ) Der Kommentar von Jakob brachte die Situation auf den Punkt: “ Wenn Italiener anfangen zu organisieren, wobei es die Deutschen schon kapiert haben … “

Nachdem alle endlich im richtigen Bus waren starteten wir eine Odyssee zu unserem Abendessen. Da scheinbar selbst die Busfahrer und unsere student helper nicht so ganz genau Bescheid wussten was nun der richtige Weg war, stiegen wir alle aus dem Bus aus und machten uns zu Fuß auf die Suche nach unserem Abendessen. Nach etwa 20 min sahen wir erfreut die Mauern eines ehemaligen Klosters in dem das Abendessen auf uns wartete. So dachten wir zu mindestens …

Erst einmal zur Location: Eigentlich war wohl geplant, dass wir genauso wie alle National Organizers in dem Gebäude zu Abend essen. So weit so gut. Wir fanden uns schließlich auf der Wiese vor dem Gebäude ein, auf der Liegen und Tische aufgebaut waren. Lukas sorgte sogar für Licht, indem er eine Flaschenlampe baute. Mir gefiel die Idee sogar recht gut im Gegensatz zu manch anderem, was wohl daran lag, dass ich eine Jacke dabei hatte. ;) Da das Essen noch nicht da war, wurden wir von einem Student helper gefragt, wie es uns denn gefallen würde. Statt eine Antwort bekam der Student helper nur eine Gegenfrage gestellt: “ Where is the food ?“  Worauf hin wir zu hören bekamen: “ You can eat the grass.“ Ein paar italienische Minuten später kam das Essen. Da wir uns sehr günstig hingesetzt hatten, waren wir immer schnell wie der Blitz ( und das ist keine Übertreibung ;) ) beim Essen. Wie schon erwähnt wurde es mit der Zeit immer kälter. ( Das erste Essen hatten wir um 22:30 Uhr bekommen. ) Glücklicherweise haben das nicht nur wir bemerkt, sonder auch unsere Student hepler, die uns zum Hauptgang nach drinnen führten. Wir durften unser Essen in einem schönen Ausstellungsraum einnehmen, der eine lange Tafel enthielt. Um 24:00 Uhr hatten wir es dann tatsächlich geschafft alle vier Gänge zu uns zu nehmen und machten uns zurück zu den Bussen. Und wie es auch in den meisten Büchern geschrieben ist, war der Heimweg unkompliziert, so dass wir doch noch unsere 6 Stunden Schlaf abbekamen.