Heute war der 4. und somit letzte Tag der iENA in Nürnberg. Auch heute war die Messe wieder in Verbindung mit der Consumenta für die Allgemeinheit zugänglich. Allerdings war die iENA heute bereits um 16 Uhr zu Ende und wir machten uns daraufhin auf die Heimreise. Aber nun der Reihe nach.

Um Punkt 7 Uhr klingelte der Wecker bzw. wir wurden von den Jungs von A.T.S.P. geweckt. Nachdem wir gemeinsam frühstückten, machten wir uns auf dem Weg zur Messe und waren kurz nach 9.15 Uhr dann dort. Wie bereits schon gestern war die Messe, vor allem die Consumenta, sehr gut besucht und somit hatten wir auch heute wieder viele Interessenten, denen wir unser Projekt vorstellten.

Im Verlauf des Tages wechselten wir uns wieder am Stand ab und erkundeten dann wieder die Messe. Ich machte mich heute noch einmal auf den Weg zu den chinesischen Jungerfindern aus Peking. Ich wollte noch mehr über die uns doch fremde Kultur erfahren. So unterhielten wir uns gute 1,5 Stunden, wo die Zeit hingegangen ist, frage ich mich immer noch, über das Leben (sehr philosophisch ;) ) in China und Deutschland, die, wie wir feststellten, doch sehr unterschiedlich sind. Es fängt bei der Schule an und hört bei der Freizeitbeschäftigung auf, wobei man im Leben eines chinesischen Schülers die Freizeit suchen muss, wenn es sie überhaupt gibt.

Ihr langer Schultag von Montag bis Freitag wird zumeist noch am Samstag in sogenannten „extra classes“ fortgesetzt. Das bedeutet, dass die Eltern ihre Kinder dazu verpflichten, sich Wissen über die Schule hinaus anzueignen. Viele besuchen Englisch, Physik, Mathematik oder Instrumentalunterricht als „extra classes“. Die Eltern versuchen damit ihre Kinder von der allgemeinen Masse abzuheben und ihnen somit einen guten Studienplatz zu ermöglichen, da diese in China anscheinend nicht ausreichend vorhanden sind.

Nachtrag vom 2. Tag

Ein weiterer Grund für den Besuch so vieler junger Asiaten ist, da viele davon träumen in den USA zu studieren, so wurde es mir heute erzählt. Allerdings benötigt man, um in den USA studieren zu können, etwas „Besonderes“, es reicht nicht aus „nur“ gute Noten zu haben, sondern man benötigt soziales Engagement oder ähnliches, so zum Beispiel der Besuch einer internationalen Messe als Aussteller.

2 generell verschiedene Sprachen

Des Weiteren fand ich es sehr spannend, wie sie auf der „normalen“ westlichen Tastatur schreiben, das heißt sie haben keine PCs mit chinesischen Schriftzeichen. Die Technik dahinter ist so einfach, wie aber aber auch genial, sie geben einfach den Laut in „westlicher Schrift“ ein und das Programm (z. B. Word) gibt dann Vorschläge, welches chinesisches Schriftzeichen es sein könnte, da der Unterschied der einzelnen Worte sehr stark von der Betonung abhängt, gibt es meistens mehrere Möglichkeiten für einen Laut.

Wir unterhielten uns noch über so viele weitere spannende Themen, die ich leider nicht alle aufführen kann. Aber ein bestimmender Teil im Leben der jungen Chinesen ist ganz klar die Zensur durch die Regierung. Am Anfang umgingen sie das Thema, um nichts falsches zu sagen, bis einer von ihnen dann plötzlich sagte:“Ey guys, we’re in Germany, everything is all right!“. Dann erzählten sie mir einige skurrile und befremdliche Geschichten. Es wäre nun unfair ihnen gegenüber diese nun hier zu veröffentlichen, aber ich denke, dass es wichtig ist, dass jedem klar ist, dass in China Zensur immer noch ein bestimmender Faktor ist!

Daraufhin ließen wir gemeinsam mit den Jungs von A.T.S.P. den Tag ausklingen und erkundeten noch einmal gemeinsam die Consumenta, vor allem die Halle 8, die „Spiele und Games“-Halle. Daraufhin besuchten wir noch die Consum Art, wo wir in den Genuss gekommen sind, die HTC VIVE zu testen. Wir befanden uns in einer virtuellen Galerie, man hat dies aber schnell vergessen und war dann sofort Teil der Galerie und seiner „neuen“ Umgebung. Es machte uns extrem viel Spaß diese doch noch relativ neue Technologie zu testen.

 

Ich in meiner "neuen" Realität als Galerist ;)

Ich in meiner „neuen“ Realität als Galerist ;)

Anschließend bauten wir unseren Stand ab und stiegen daraufhin in die U-Bahn in Richtung Plärrer ein. Eigentlich wollten wir den Jungs noch die schöne Fränkische Schweiz zeigen, allerdings entschieden wir uns dann kurzfristig aufgrund der bereits fortgeschrittenen Zeit dagegen. Somit verabschiedeten wir uns nur sehr kurz, da die U-Bahn schon weiter fahren wollte und wir am Hauptbahnhof aussteigen mussten. Aber wie vorhin noch besprochen, Jungs wir holen es nach ! ;)

Daraufhin waren wir um ca. 18.30 Uhr daheim und ließen noch einmal die vergangen Tage Revue passieren.

 

Wir möchten uns bei der Stiftung Jugend forscht bedanken, die uns diese 4 bzw. 5 Tage ermöglichte und bedanken uns bei den Jungs von A.T.S.P. für die coolen Tage und Abende und für die anregenden innerdeutschen Dialoge ! ;) Jungs bis bald !

Für mich war dies nun heute der letzte Blogeintrag und möchte mich nun von euch verabschieden.

Macht es gut und vielleicht bis bald !