Mein Bruder Adrian und ich, Anna Fleck, haben unsere Teilnahme am EUCYS vom 14. bis 19. September 2018 in Dublin nun erst einmal sacken lassen. Wir sind immer noch ganz überwältigt von dem ganzen Erlebnis und sind natürlich sehr dankbar für die Möglichkeit, diese Erfahrung überhaupt gemacht haben zu dürfen. Der erste Preis hat dann nur noch diese grandiose Erfahrung abgerundet.

Der Hinflug lief zum Glück ohne Zwischenfälle, sodass wir genügend Energie hatten, unseren Stand am Freitag aufzubauen und es nicht am Samstag machen mussten. Das abendliche Programm danach war dann sehr interessant. Wir sind in das „erste voll-digitalisierte“ EPIC Museum gegangen, dass die irische Emigration dokumentiert. Meiner Meinung nach sehr empfehlenswert, da die Informationen sehr gut und spielerisch verpackt wurden, sodass es Spaß gemacht hat, sich durch die Geschichte von Irland zu arbeiten. Auf dem Weg zum Abendessen haben wir dann ein Oktoberfest gesehen mit typischer Musik. Der Reiz war nicht unbedingt da, dieses zu besuchen, aber es war interessant zu sehen, wie die eigene Kultur in ein anderes Land überschwappt.

Da wir unseren Stand schon aufgebaut hatten, konnten wir nach dem anstrengenden Tag ausschlafen und noch einmal unsere Präsentation durchgehen. Die Eröffnungszeremonie war musikalisch mit Harfe und Trommlern sehr kulturell geprägt. Somit war ein sehr schöner Ausgleich zu den Reden gegeben. Eine besondere Ehre war es, dass der irische Präsident auch kam und gesprochen hat. Danach gab es Essen und die ersten Jury-Befragungen gingen los. Die erste Runde war für uns etwas komisch, aber wir haben sie dennoch gut gemeistert. Abends hatten wir eine Abendveranstaltung im Hotel. Diese war mit unterschiedlichen irischen Tänzen wieder sehr kulturell geprägt. Es war faszinierend, diese Tänze sehen zu dürfen. Ein weiterer schöner Programmpunkt nach unterschiedlichen Ansprachen war ein Vortrag über die Wahrnehmung und das Gehirn.

An dem nächsten Tag hatten wir auch nur ein Jurygespräch. Diesmal lief es richtig gut und wir waren sehr erleichtert. Die abendliche Veranstaltung in der Science Gallery war dann auch sehr schön. Wir haben einen Vortrag über Kernfusion hören dürfen und danach haben wir die Galerie besichtigt. Die kreative Art Wissenschaft mit Alltag und Kunst zu verknüpfen war richtig spannend.

Am Montag hatten wir 3 bzw. 4 Jurygespräche ziemlich nah hintereinander. Durch die Übung, die man bekam, als man sein Projekt Zuschauern auf Englisch vorgetragen hat, liefen alle diese Gespräche auch richtig gut und die Nachfragen waren leicht zu beantworten. Am Abend sind wir zu Microsoft gegangen und haben da gegessen und wurden kreativ. Uns wurden unterschiedliche Aufgaben gestellt, die wir bestmöglich lösen mussten, wie z.B. den höchsten Turm aus Papier ohne Hilfsmittel zu bauen. Dieser musste auch noch einen Beutel mit Reis aushalten. Wir hatten alle recht unterschiedliche Ansätze, aber es kamen trotzdem viele sehr gute Türme heraus. Dieser Abend hat also sehr viel Spaß gemacht.

Nach einer Stadtrundfahrt kam dann die Preisverleihung und wir waren alle sehr aufgeregt. Die gesamte Stimmung war aber, dass jeder jedem einen Preis gegönnt hat, weil die Projekte alle auf einem sehr hohen Niveau waren und wir uns sehr gut verstanden haben.

Als wir dann für den ersten Preis aufgerufen wurden, waren wir sehr überwältigt und stolz, weil wir gar keinen Preis mehr erwartet hatten. Uns hat es so gefreut, dass unser Projekt nochmal anerkannt wurde und vor allem unsere Arbeit. Wir sind dann sogar ins Parlament eingeladen worden und uns wurde dort gratuliert und wir konnten sehr angenehme Gespräche führen. Dann auch noch zwei andere Preise gewonnen zu haben, ist absolut grandios. Mein Bruder darf zur Preisverleihung nach Stockholm und ich gehe nächstes Jahr in ein Science Forum in London für 2 Wochen. Es ist für uns so eine große Ehre, dass wir diese coolen Preise gewonnen haben, denn diese Erfahrungen sind unbezahlbar.

Das Schönste an dem Wettbewerb waren aber nicht die Preise, sondern die Personen. Wir haben so viele tolle und talentierte Menschen kennengelernt und hätten das nicht missen wollen. Uns wurde mit so viel Freundlichkeit begegnet und die kulturellen Unterschiede haben zu sehr interessanten Gesprächen geführt.

Insgesamt war es also ein super tolles Erlebnis, wofür wir uns bedanken möchten. Sowohl bei unseren Projektbetreuern, die uns stets unterstützt haben und sehr viel Zeit in dieses Projekt gesteckt haben, als auch Jugend forscht, dass wir eine Möglichkeit für so eine tolle Erfahrung bekommen haben.