Vom 26.07.-09.08.2017 fand das 59. London International Youth Science Forum statt, welches dieses Jahr unter dem Motto „Science – Making Life Better“ stand. Zusammen mit Helene und Johanna hatte ich die Ehre, an diesem internationalen Treffen teilzunehmen.

Die Eröffnungszeremonie wurde in der Royal Geographical Society abgehalten, in der auch die meisten Vorlesungen stattfanden. Bei der großen Eröffnung des Forums wurde mir sogar die Ehre zu teil, Deutschland als Flaggenträger zu vertreten. Die inspirierende Rede der renommierten Professorin Hayat Sindi sowie ein musikalisches Intermezzo rundeten diesen Auftakt auf besondere Art und Weise ab.

Vorlesungen erfolgten in großer Runde, aber auch in kleineren Gruppen. Hierbei wurden spannende Themen wie die Entdeckung des Higgs-Bosoms, Heureka-Momente in der HIV-Therapie, instabile DNA und vieles mehr aufgegriffen. Außerdem besuchte ich das Zentrum für Stammzellen und regenerative Medizin des Kings-College London und die Pharmacy-School in Wales´ Hauptstadt, in der ich unter anderem etwas über Antibiotika aus einem speziellen Honig erfuhr.  Mich hat des Weiteren überrascht, dass am Laboratory für molekulare Biologie in Cambridge, in welchem viele bedeutende Wissenschaftler wie Watson und Crick gearbeitet haben, mit Würmern geforscht wird, ähnlich wie in unserem Jugend forscht Projekt. Jedoch hat mich eine Wissenschaftlerin sehr verwirrt angeschaut, als ich sie fragte, ob diese Würmer auch Bioturbation betreiben.

Neben den Wissenschaftsausflügen kamen natürlich auch die sozialen Events nicht zu kurz. Der Besuch beim Musical „Wicked“, Kulturabende, ein Besuch im Buckingham Palace, aber auch ein Tagesausflug in die Universitätsstadt Oxford machten LIYSF zu etwas ganz Besonderem. Glücklicherweise war viel Freizeit zur Verfügung, wodurch wir uns einige Sehenswürdigkeiten ansehen konnte. So waren wir unter anderem beim Harry-Potter-Bahnhof King´s Cross, beim Picadilly Circus und im Stadtteil Westminster.

Bei den LIYSF-Olympics wurde mir bewusst, wie schnell die Zeit bisher vergangen ist und dass sich diese kurzen zwei Wochen bald dem Ende neigen. Und so ging eine unfassbar schöne Zeit vorbei, in der ich vieles erlebt und gelernt habe. Außerdem war es eine großartige Möglichkeit, viele tollen Menschen aus der ganzen Welt kennenzulernen.

An das täglichen Kit-Kat zum Mittag, die unzähligen Fragen der Australier nach jeder Vorlesung und das „Bing-Bong“ unseres Leiters Richard Myhill zur Ankündigung der neusten Mitteilungen werde ich mich wohl mein Leben lang erinnern. Ich kann jetzt schon sagen, dass ich nächstes Jahr als Staff unbedingt wieder teilnehmen möchte.